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10. - 15. Juli 2012


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Tipps und Tricks

UW Fotografie externer Blitz

EXTERNER BLITZ
Digitale Kompaktkameras lassen sich extrem nah einstellen, manchmal auf Abstände von bis zu einem Zentimeter vor der Frontlinse (Blumensymbol Tulpe einstellen). Wichtig:
 
Der integrierte Blitz funktioniert hier nicht ausreichend. Wegen seiner Position dicht am Objektiv blitzt er über den anvisierten Bereich vor der Frontlinse hinweg und leuchtet diesen daher nicht zufriedenstellend aus. Nur wenig hilft in solchen Fällen die Streuscheibe, die unter Wasser vor die Linse gesetzt werden kann und den Abstrahlwinkel etwas vergrößert. Das einzig Sinnvolle für viele Bildsituationen ist ein externer Blitz. Der hilft zudem, durch eine günstige Blitzstellung auch bei trübem Wasser unerwünschte Refl exionen an Schwebeteilchen stark zu verringern. Unverzichtbar ist ein externer Blitz wegen seines größeren Ausleuchtwinkels bei Weitwinkelfotografie. Bei Spiegelreflexkameras, die mit einem extremen Weitwinkelobjektiv oder Fisheye bestückt sind, müssen die Blitzarme zudem relativ lang sein, um sie mit ausreichend Abstand zur Kamera anordnen zu können. Manchmal, zum Beispiel bei Wrackfotografie, ist auch der Einsatz von zwei Blitzen sinnvoll, um einen großen Bereich des Wracks ausleuchten zu können.

UW Fotografie RAW ModusFÜR FORTGESCHRITTENE:
RAW-MODUS
Für Urlaubs- und Hobbyfotografen ist JPEG das ideale Speicherformat. Erlaubt es die Kamera (wie zum Beispiel die DX 2G), die Bilder gleichzeitig in JPEG und RAW zu speichern, macht dies jedoch oft Sinn. Bei RAW-Dateien lassen sich nachträglich viele Parameter der Bilddaten beeinflussen: Gammakorrektur, Weißabgleich, Helligkeit, Kontrast, Schärfeeindruck, Belichtung, Farbton, Sättigung. Es ist auch eine Nachbelichtung von unterbelichteten Bildern möglich. Farbstiche können entfernt werden (nachträglicher Weißabgleich). Diesen Vorteilen steht ein gewisser Aufwand gegenüber: Jedes RAW-Bild muss am PC oder Mac bearbeitet werden. Mindestens fünf Bildprozesse sind notwendig (Helligkeit, Kontrast, Weißabgleich, Sättigung und Schärfe). Dafür hat man bei gleichzeitiger Speicherung in RAW und JPEG später die Wahl: Bei guten Ergebnissen reicht JPEG (hohe Qualität) aus, man spart sich die „Entwicklungsarbeit“ beim RAW-Bild. Bei verbesserungswürdigen Bildern lässt sich im RAWFormat noch sehr viel rausholen.

UW Fotografie HochformatHOCH UND QUER
Allgemein wird meist im Querformat fotografiert. Einfach, weil die Kamera standardmäßig so in der Hand gehalten wird. Doch es lohnt sich, die Kamera auch mal zu drehen und das Motiv im Hochformat zu betrachten. Nicht selten wird man feststellen, dass Hochformat für manche Motive geeigneter ist, diese damit besser zur Geltung kommen. Das wird in der Eile oft vergessen. Die gesamte Bildwirkung ist zudem im Hochformat meist eine ganz andere als im Querformat. Zwar lässt sich später am Computer aus einem Querformat ein hochformatiger Ausschnitt wählen. Doch meist das Querformat dafür ungünstig beschnitten. Zudem steht nicht mehr die volle Pixelzahl zur Verfügung.

UW Fotografie ISO EinstellungISO-EINSTELLUNG
Das sogenannte Bildrauschen ist ein bekanntes Problem bei digitalen Kompaktkameras. Es beruht auf elektrischen Störsignalen. Dieser unerwünschte Effekt tritt verstärkt auf bei Anhebung der Sensor-Empfindlichkeit, also bei Erhöhung der ISO-Einstellung zum Beispiel auf ISO 400. Bemerkbar macht sich das auf dem Bild als grobkörnige Struktur und in gleichfarbigen Flächen als deutliche Farbabweichungen. Damit das Rauschen so gering wie möglich ist, stellt man bei digitalen Kompaktkameras am besten ISO 100 ein, gegebenenfalls bei schlechten Sichtverhältnissen höchstens ISO 200. Außerdem empfi ehlt es sich, im JPEG-Format eine geringe Kompression durch den Modus „fein“ zu wählen. Damit wird die Bildqualität besser und bei Bedarf können dann auch mal Bildausschnitte gemacht werden.

UW Fotografie auf AugenhöheAUF AUGENHÖHE
Beim Schwimmen über ein Riff sieht man die meisten Motive schräg von oben. Und so werden sie daher oft auch fotografi ert. Leider ist die Perspektive in der Regel unvorteilhaft, oft sogar etwas langweilig. Ein Fisch vor unruhigem Hintergrund und mit zum Betrachter gewendeten Rücken ist meist eben nicht sehr ansprechend. Wer Spannung in die Bildgestaltung bringen möchte, sollte es öfter auf Augenhöhe mit dem Tier probieren. Auch mal leicht schräg von unten gegen die Wasseroberfläche fotografi ert, ergibt eine ganz andere, oft dynamische Bildwirkung.

UW Fotografie Bilder mit TaucherBILDER MIT TAUCHER
Wird das Gesicht eines Tauchers hinter der Maske zu sehr von der Seite anvisiert und angeblitzt, bekommt das Model sehr starke Schattenwürfe in Gesicht. Bilder vom Tauchpartner, auf denen das Gesicht erkennbar sein soll, leuchtet man deshalb am besten frontal aus. Eine Tauchermaske mit ungeteilten Gläsern ist in diesem Fall zu bevorzugen.

UW Fotografie richtiges BlitzenRICHTIGES BLITZEN
Richtiges Blitzen bei Schwebeteilchen: Wenn der Blitz zu nahe am Objektiv sitzt oder gar eingebaut ist, werden die Schwebeteilchen vor der Kamera angeleuchtet und bilden sich auf dem Foto ab. Ganz generell gilt die Regel: Je größer der Bildwinkel ist, desto weiter muss der Blitz vom Objektiv weg positioniert werden. Je größer und dichter die Schwebeteilchen sind, desto schwächer muss auch geblitzt werden, um eine Rückstreuung zu verhindern.

UW Fotografie nah ranNAH RAN
Ran ans Motiv! Das ist die goldene Regel der Unterwasserfotografi e. Warum? Ganz einfach: Auf seinem Weg durchs Wasser verliert das Licht sehr schnell seine Intensität und besonders seine Farben. Daher sollte das Zoom nur sparsam eingesetzt werden:
 
Weiter entfernte Objekte lassen sich zwar heranzoomen, aber das Bild wird dann flau und farblos. Jeder zusätzliche halbe Meter Lichtweg geht deutlich sichtbar auf Kosten der Bildqualität! Daher gilt: Weniger Wasser zwischen Motiv und Kamera bringt brillante Farben und knackige Schärfe.

UW Fotografie AufnahmezeitAUFNAHMEZEIT
Beste Voraussetzung für Mischlichtaufnahmen sind hoher Sonnenstand, blauer Himmel, ruhige See und klares Wasser.

UW Fotografie später löschenSPÄTER LÖSCHEN
Unter Wasser sollten keine Bilder vom Speicherchip gelöscht werden, wenn man sich nicht absolut sicher ist, dass sie misslungen sind. Obwohl die meisten Monitore groß genug sind, lässt sich die Bildqualität unter Wasser nur schlecht beurteilen, besonders wenn die Sonne auf den Monitor scheint. Dann löscht man schnell mal ein Bild, das auf dem Computerbildschirm betrachtet eigentlich richtig gut aussieht. Besser als dieses Risiko einzugehen und wertvolle Tauchminuten mit dem Löschen zu verschenken, sind Speicherkarten mit größerer Kapazität, also mehr GB Speicherplatz nehmen. Bilder sind oft nur am PC sicher zu beurteilen. Dort können überoder unterbelichtete Bilder mittels Software sogar oft noch „gerettet“ werden. 
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